Kinderhilfe Mongolei

Die Menschen

              Von den 3 Millionen Einwohnern der Mongolei leben in der Hauptstadt der Mongolei Ulaan Baatar mehr als eine Millionen Menschen.
Diese Zahl steigt stetig nach oben, da immer mehr Menschen vom Land in die Stadt übersiedeln. Dort erhoffen sie sich bessere Lebensumstände. Die Mongolen auf dem Land sind der Natur ausgesetzt und leiden oft unter der Dürre im Sommer oder der Kälte und den Schneekatastrophen im Winter. Oftmals verlieren sie ihre Viehherden und damit ihre Lebensexistenz.

Diese Familien siedeln meistens mit der Hoffnung in die Hauptstadt um, Arbeit zu finden, sodass sie ihren Lebensunterhalt verdienen können.
Leider gerät die Mehrzahl dieser Menschen in einen Teufelskreis der Arbeitslosigkeit, oder zu niedrig bezahlten Jobs, so dass der Lohn nicht zum Leben reicht, aber doch zu billigen Wodkaflaschen. So wachsen nicht nur die Einwohnerzahl der Stadt, sondern auch die Kriminalität und das Verbrechen. Gewalt und Misshandlungen in den Familien nehmen immer weiter zu.
Ältere Mongolen, Frauen und gerade Kinder sind im besonderen Maße von diesen schwierigen Verhältnissen betroffen.
Arbeitslosigkeit, Scheidung oder Trunksucht der Eltern sind die Hauptursache, warum immer mehr Kinder auf der Straße leben. Nach Aussage von UNICEF hat sich die Zahl der Straßenkinder in den letzten Jahren verdoppelt , manche Kinder sind kaum vier Jahre alt.

Die Straßenkinder in der Mongolei haben wegen des extremen Klimas ein besonders schweres Schicksal. Die Winter sind lang (teilweise sind die Seen bis Juni zugefroren) und besonders kalt (-30° C sind keine Seltenheit, teilweise werden bis –50°C erreicht).
Viele Straßenkinder betteln tagsüber und verbringen die Nächte in dunklen Hausfluren oder, wenn es dafür zu kalt wird, in den Fernwärmeschächten unter der Straße. Krankheiten aufgrund mangelnder Ernährung und Hygiene sind weit verbreitet.
Diese Kinder besuchen keine Schule und für viele von ihnen ist die Zukunft bereits vorprogrammiert: Die Mädchen prostituieren sich für ihren Lebensunterhalt, der Weg der Jungen führt früher oder später ins Gefängnis.